Unsere Schule befindet sich an der Grenze von Frankenwald und Fichtelgebirge im Schulverbund mit der benachbarten Mittelschule der Stadt Helmbrechts.

Wir unterrichten im Schuljahr 2017/18 ca. 250 Schüler in 13 Klassen. Dabei bieten wir für die Klassen 5 und 6 neben der Regelklasse jeweils eine gebundene Ganztagesklasse an. Ab der 7. Jahrgangsstufe können unsere Schülerinnen und Schüler bei geeigneten Noten den M-Zug besuchen, den sie in der 10. Klasse mit der erfolgreichen Mittleren Reife abschließen können. Das flexible Schulsystem erlaubt bei geeigneten Noten auch einen späteren Eintritt in den M-Zug. Etabliert hat sich nun auch eine Übergangsklasse, in der Schüler mit wenig bis kaum vorhandenen Deutschkenntnissen in einer kleinen Gruppe die für sie neue Sprache gut und schnell lernen können.

Vom Reißbrett zum Tablet

Vor 50 Jahren hatte die Poppenreuhter Schule Modellcharakter in Oberfranken. Das Jubiläumsfest beweist, dass sich die Schule mit ihren vielen Projekten auch heute nicht zu verstecken braucht.

 

Die Poppenreuther Schule feierte mit einem großen Schulfest ihren 50. Geburtstag. Mit dabei war die Theatergruppe, deren Stück "Schneewittchen und die 7 Clowns" gut beim Publikum angekommen ist.
Die Poppenreuther Schule feierte mit einem großen Schulfest ihren 50. Geburtstag. Mit dabei war die Theatergruppe, deren Stück "Schneewittchen und die 7 Clowns" gut beim Publikum angekommen ist.   » zu den Bildern
 

Münchberg - Ganz im Zeichen des Schuljubiläums hat heuer das Schulfest der Mittelschule Münchberg-Poppenreuth gestanden. Vor 50 Jahren wurde die Verbandsschule Poppenreuth eingeweiht - und hat damit damals die zehn einklassigen Landschulen in Straas und Mechlenreuth, in Meierhof und Sauerhof, in Biengarten und Oelschnitz, in Ahornis und Hildbrandsgrün, in Unfriedsdorf und Schödlas überflüssig gemacht. Die Landschulen hatte es damals teils schon mehr als 100 Jahre gegeben. Die Poppenreuther Schule galt dann als modernste Schule im damaligen Landkreis Münchberg - sie galt sogar als Modellschule für Oberfranken. Im November 1968 war deshalb Bayerns Innenminister Dr. Bruno Merk an der Schule zu Gast.

Zum Jubiläum begrüßte Schulleiter André Ott neben vielen Ehrengästen auch fast alle Ehemaligen, die als erste im September 1968 eingeschult wurden. Auch deren Klassenlehrerin Karin Bauer sowie Anita Ellner und Helmut Goller, der spätere Schulrat, feierten als Lehrer der ersten Stunde mit.

André Ott erinnerte an die Geschichte der Schule. Im Sommer 1966 war mit den Bauarbeiten begonnen worden; am 19. September war Grundsteinlegung durch den Straaser Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzenden Martin Schuberth, der bei seiner Einweihungsrede erklärt hatte, dass sich die Menschen in den Dörfern hatten überwinden müssen, sich auf die neue Schule einzulassen. Immerhin seien die Dorfschulen, auch wenn sie mehr zeitgemäß gewesen seien, doch der kulturelle Mittelpunkt in den Orten gewesen. Aus Sicht des damaligen Landrats Dr. Erwin Dietel war die Schule in einer "Sternstunde" geplant worden. Weit mehr als drei Millionen Euro hatten die Dorfgemeinden investiert.

Erster Schulleiter war Oberlehrer Klaus Bordasch. Insgesamt besuchten 406 Kinder in elf Klassen die Schule. Für den ersten, zweiten und vierten Jahrgang mussten sogar zwei Klassen gebildet werden. Und die sechste Klasse war mit 48 Schülern die stärkste. Im ersten Jahr 1968 gab es keine Absolventen - im Folgejahr 1969/70 wurden in Bayern die neunten Klassen eingeführt.

In 50 Jahren wurde in Poppenreuth viel an-, um- und neu gebaut. Erst in diesem Schuljahr hat man den Schulhof neu angelegt und die Zugänge barrierefrei gemacht. Nicht nur dafür dankte André Ott Bürgermeister Christian Zuber - erfüllt die Stadt Münchberg doch meist die Wünsche der Schulleitung, wie Ott betonte.

Das war auch schon in der Vergangenheit so: Einst hatte sich Schulrat Georg Haas mit der dringenden Bitte an Landrat Dr. Dietel gewandt, dass die Schule noch 5000 Mark für zehn Schreibmaschinen und 20 Reißbretter brauche - Dinge, die die heutigen Schüler nur noch aus Erzählungen der Großeltern kennen. Heute hat Schulleiter Ott ganz andere Sachen im Kopf - etwa den digitalen Wandel im Klassenzimmer.

Zum modernen Unterricht zählen heute viele besondere Projekte, bei denen die Schüler auch mit in Entscheidungsfindungen eingebunden sind. Eines betrifft eine Schulkleidung. Die Schüler diskutierten Vor- und Nachteile und entschieden schließlich, dass es schön wäre, wenn man Poppenreuther Schüler schon an der Kleidung erkennt. Und so wurde beim Jubiläums-Schulfest die Schulkleidung nun offiziell eingeführt.

Als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" hat man in diesem Jahr das Projekt "Vielfalt" durchgeführt. Schüler haben Gedichte dazu verfasst und nun vorgestellt. Und zum 100. Jubiläum des Freistaats Bayern wurde das Radio- und Filmprojekt "Demokratie erleben" durchgeführt; wie berichtet, hatten Schüler dabei prominente Behördenvertreter und Politiker interviewt - darunter auch den damaligen Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Auch mit dem Vermeiden von Plastik beschäftige sich die Schule, und beim Planspielwettbewerb "Beachmanager" wurde die Poppenreuther Schule dritter Landessieger. Die Klasse 6cÜ hat die Schule im Maßstab 1:100 nachgebaut. Beim Schulfest wurde ein neues Projekt angestoßen: Der erste Baum für eine Streuobstwiese wurde gepflanzt.

Bürgermeister Christian Zuber freut sich, dass sich trotz des Wandels in fünf Jahrzehnten einige Traditionen erhalten haben. "Damals wurden die Feierlichkeiten vom Schulchor eröffnet, so wie heute wieder - auch wenn sich die Art der Lieder verändert hat." Der Bürgermeister versicherte, für die Bedürfnisse der Schule immer ein offenes Ohr zu haben. So stehe die Digitalisierung auf der Agenda, man wolle in Tablets investieren. Auch erwähnte er die Investitionen in Pausenhof und Aula. Zuber zeigte sich auch von den vielen Projekten beeindruckt: "Was sich hier tut, ist herausragend." Als Beispiel nannte er auch das Projekt "Schule ohne Rassismus", bei dem Grund- und Mittelschule sowie Gymnasium zusammenarbeiten. Damit die neue Schulkleidung für jeden erschwinglich ist, überreichte der Bürgermeister eine Spende von 1000 Euro aus Mitteln der Sparkasse. "Engagiert euch weiter für eure Schule! Lebt sie!", rief er den Schülern zum Abschluss zu.

Bei bestem Wetter - die Schüler müssen in den vergangenen 50 Jahren sehr brav gewesen sein, hieß es - wurde dann auf dem ganzen Schulgelände gefeiert.

Kontakt

Zum Seitenanfang